Im Gespräch mit Bartosz Masurowski

24.03.2026
Firma:
Meier Logistik
Firmeneintritt:
01.11.2015
Funktion:
Teamleiter Logistik, Leibstadt
Aus-/Weiterbildungen:
Diverse Kurse der Kuratle Academy (Kaderworkshops, Absenzmanagement, Ersthelfer)
Wohnsitz:
Gurtweil, DE

Du arbeitest seit mittlerweile zehn Jahren bei der Meier Logistik. Was macht das Unternehmen für dich aus – und was schätzt du besonders an deiner Arbeit hier?

Ursprünglich wollte ich als Chauffeur arbeiten – vermittelt durch einen Freund, der bereits hier tätig war. Stattdessen bot man mir zunächst eine Position im Lager an, da dort zusätzliche Unterstützung gebraucht wurde.

So begann ich im Lager und bin Schritt für Schritt im Unternehmen gewachsen. Besonders schätze ich das echte familiäre Miteinander. Die Vorgesetzten sind präsent – man kann Probleme oder Anliegen direkt ansprechen, nicht nur beim direkten Vorgesetzten, sondern auch bei der Familie Kuratle. Sie nehmen sich Zeit, hören zu und unterstützen.

Zudem ist das Unternehmen klar strukturiert und die Führung ist stark präsent. Gerade in herausfordernden Phasen wie bei der Umstellung auf das Lagerführungssystem (LFS) waren die Vorgesetzten auf der Fläche aktiv und haben selbst mitgearbeitet. Das motiviert enorm.

Ein weiterer grosser Pluspunkt ist die persönliche Entwicklung. Ich habe als Kommissionierer angefangen und mich Schritt für Schritt bis zum Teamleiter weiterentwickelt. Dass einem Vertrauen geschenkt wird und man Verantwortung übernehmen darf, bedeutet mir sehr viel.

Fühlt sich auf vier Rädern wohl: Bartosz im Einsatz.

Nebst der Arbeit verbringst du gerne Zeit mit deiner Familie. Ihr habt gemeinsam Hunde aus demselben Wurf – um welche Rasse handelt es sich?

Es handelt sich um Kleinpudel. Meine Geschwister hatten schon ein bis zwei Jahre zuvor Hunde aus demselben Wurf, da wir die Züchterin persönlich kennen.

Als die Hündin später erneut Nachwuchs bekam, wurden wir gefragt, ob wir Interesse hätten. Meine Schwester und meine Cousine haben Hunde genommen und am Ende war noch einer übrig. Ich habe ihn mir angeschaut und er kam direkt auf mich zugelaufen – Liebe auf den ersten Blick. Seitdem verbindet uns dieses kleine Familienrudel noch ein Stück mehr.

Ein weiterer Ausgleich für dich ist das Kino. Welche Filmgenres schaust du besonders gerne – und warum?

Ja, ich bin ein grosser Filmfan. Ich bin eher kein Serienmensch, deswegen geniesse ich es, ins Kino zu gehen. Der letzte Film, den ich gesehen habe, war Avatar. Ich mag besonders Science-Fiction, aber auch actionreiche Filme und ab und zu leichte Komödien.

Diesen Welpenaugen konnte Bartosz nicht widerstehen.

Aktuell bist du stark mit dem Innenausbau eines Mehrfamilienhauses beschäftigt. Was reizt dich an diesem Projekt besonders? Machst du vieles selbst oder holst du dir Unterstützung?

Ich habe ein bestehendes Haus gekauft, das sehr renovierungsbedürftig war. Vor fünf Jahren habe ich die Hauptwohnung renoviert, die Dachwohnung ausgebaut und nun einen zweistöckigen Anbau auf 80 m2 gemacht. Überwiegend mache ich alles selbst.

Kleinere Elektroarbeiten wie Steckdosen setzen oder Leitungen verlegen übernehme ich selbst. Bei komplexeren Themen wie dem Sicherungskasten hole ich Fachleute hinzu.

In meiner Familie sind viele handwerklich begabt, dadurch habe ich viel gelernt. Heute hilft auch YouTube bei Details weiter und KI unterstützt ebenfalls. Für mich ist das ein wichtiger Ausgleich zur Arbeit: Zuhause kann ich planen, handwerklich arbeiten und direkt sehen, was entsteht.

Woher kommt deine handwerkliche Ader?

Ursprünglich komme ich aus dem gestalterischen Bereich. Ich habe im Einzelhandel gelernt, mit Schwerpunkt auf Schaufenstergestaltung und Merchandising. Später habe ich Events dekoriert, Kulissen aufgebaut und Messen mitgestaltet – unter anderem für Rivella.

Dieses kreative und praktische Arbeiten liegt mir einfach. Planung mache ich meist pragmatisch mit einer groben Skizze oder Idee im Kopf. Viel entsteht während des Prozesses.

Natürlich gibt es auch technische Anforderungen, etwa beim Einbau eines Schwedenofens oder bei Brandschutzvorgaben. Man muss genau wissen, welche Materialien verwendet werden dürfen, welche Abstände einzuhalten sind und wie isoliert wird. Das macht es spannend – für mich ein perfekter Ausgleich, um nach der Arbeit noch mal etwas mit den eigenen Händen zu schaffen.

Seit fast sieben Jahren bist du Teamleiter. Was ist dir im Umgang mit deinen Mitarbeitenden besonders wichtig? Wie würdest du deinen Führungsstil beschreiben?

Durch meinen alten Beruf habe ich bereits Erfahrung in der Koordination von Aufgaben. Mein Führungsstil ist kollegial und freundschaftlich, aber immer mit klaren Strukturen. Ich schätze ein offenes Miteinander und möchte, dass mein Team eigenständig arbeiten kann. Gleichzeitig gibt es klare Erwartungen: Die Arbeit soll erledigt werden, Tagesabschlüsse müssen stimmen. Letztlich arbeiten wir gemeinsam daran, dass alles reibungslos läuft. Natürlich gibt es Mitarbeitende, die den kollegialen Umgang zu locker interpretieren. In solchen Fällen gebe ich klare Aufgaben oder Hinweise, damit alles planmässig funktioniert.

Ich versuche, sehr präsent für mein Team zu sein. Mir ist wichtig, dass jeder seine Arbeit gut erledigt, aber auch Freizeit und Privatsphäre respektiert werden. Alles in allem würde ich meinen Stil als offen, kollegial und zielorientiert beschreiben. Ich finde, man sollte vorleben, was man erwartet. Manchmal muss man in einen Mitarbeiter mehr Zeit investieren, um ihm etwas zu zeigen – das ist je nach Person unterschiedlich.

Du durftest viele Kurse der Kuratle Academy besuchen. Was konntest du daraus konkret für deinen Führungsalltag mitnehmen?

Ich habe Kaderworkshops, Ersthelferkurse, einen Workshop zum Absenzmanagement und viele weitere Kurse besucht. Besonders wertvoll war für mich das Leitbild der Unternehmung, das konsequent vorgelebt wird.

Durch die Workshops bekommt man Motivation, nach diesem Leitfaden zu leben und dieses Wissen an die eigenen Mitarbeitenden weiterzugeben. Besonders hilfreich war der Workshop zum Absenzmanagement: Wie gehe ich mit Mitarbeitenden um, die öfter krank sind, und wie bleibt man sachlich und korrekt? Das habe ich vorher so nie gelernt.