28.10.2026
Gut vorbereitet in den Arbeitstag
Wenn ich am Morgen zur Arbeit komme, ist es draussen meist noch dunkel. Losfahren dürfen wir gesetzlich zwar erst ab 5 Uhr, doch vorher stehen bereits wichtige Arbeiten an. Eine der wichtigsten ist die Ladungssicherung, denn ungenügend gesicherte Ladung ist ein grosses Sicherheitsrisiko. Deshalb kontrolliere ich sie vor jeder Abfahrt, auch wenn ich das Fahrzeug nicht selbst beladen habe. Ebenso wichtig ist die Routenplanung, damit wir möglichst wirtschaftlich unterwegs sind.
Danach folgt die Abfahrtskontrolle: Ich prüfe die Reifen auf Schäden, entferne grössere Steine aus dem Profil und kontrolliere den Reifendruck. Anschliessend schaue ich mir Beleuchtung, Schläuche und Leitungen an, werfe einen Blick unter das Fahrzeug, um einen möglichen Flüssigkeitsverlust zu erkennen, und überprüfe zum Schluss Karosserie und Flüssigkeitsstände. Erst wenn alles in Ordnung ist, geht es auf die Strasse.

Unterwegs mit Verantwortung
Unterwegs gelten neben den allgemeinen Verkehrsregeln weitere Vorschriften. Ein Lastwagen unterliegt bestimmten Höchstmassen und Gewichtsvorgaben, deshalb muss ich Höhe, Breite, Länge und Gewicht meines Fahrzeugs kennen – nicht jede Strecke ist für jeden Lastwagen befahrbar. Hinzu kommen die gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten: Nach höchstens 4 Stunden und 30 Minuten ununterbrochener Lenkzeit ist eine Pause von mindestens 45 Minuten Pflicht.
Am Abladeort melde ich mich zuerst bei der zuständigen Stelle, etwa im Büro oder bei der Lagerleitung. Beim Abladen packe ich mit an oder lade die Ware selbstständig mit dem Stapler ab. Danach kontrolliert der Kunde die Lieferung auf Vollständigkeit und Schäden und bestätigt den Empfang mit seiner Unterschrift.
Schule und Praxis im Wechsel
Einmal pro Woche besuche ich die Berufsschule in Baden. Neben den berufsspezifischen Fächern Transport und Technik stehen auch Allgemeinbildung und Sport auf dem Stundenplan. Der Sport ist ein guter Ausgleich zum eher theorielastigen Schultag. Bei entsprechenden Leistungen kann man während der Ausbildung zudem die Berufsmaturität absolvieren. Der Wechsel zwischen Praxis und Schule gefällt mir gut und ich freue mich jeweils auf den Austausch mit meinen Klassenkameraden.
Spannend ist auch, dass ich während der Lehre verschiedene Bereiche kennenlerne. Seit meinem Lehrbeginn im August bin ich unter anderem in der Werkstatt, wo ich die Technik der Fahrzeuge kennenlerne und erfahre, wie kleinere Probleme erkannt und teilweise selbst behoben werden können. Im Lager erhalte ich Einblick in das Be- und Entladen und sammle Erfahrung mit dem Stapler. Später folgt die Disposition, wo Aufträge geplant und Touren eingeteilt werden, damit die Ware zuverlässig und pünktlich ankommt.
Gerade zu Beginn ist das sinnvoll, denn selbst Lastwagen fahren darf ich noch nicht. Der Weg zur ersten Lernfahrt ähnelt dem Autoführerausweis, bringt aber zusätzliche Anforderungen mit sich. Für den Lernfahrausweis der Kategorie C braucht es unter anderem eine medizinische Fahreignungsuntersuchung. Danach kann der Lernfahrausweis beantragt werden. Erst nach bestandener Theorieprüfung beginnt einer der spannendsten Teile der Ausbildung.
Schritt für Schritt ans Steuer
Schon nach den ersten Monaten kann ich sagen: Der Beruf bietet genau die Vielseitigkeit, die ich mir erhofft habe. Auch mit der Meier Logistik als Lehrbetrieb bin ich sehr zufrieden. Ich werde von Beginn an gut begleitet und schätze besonders den regelmässigen Austausch, bei dem wir gemeinsame Ziele setzen und die jeweils vergangenen Wochen besprechen. Auch das Arbeitsklima ist angenehm: Bei Fragen kann ich mich jederzeit an erfahrene Mitarbeitende wenden und ich bekomme nach und nach mehr Verantwortung.
Mit der Ausbildung zur Strassentransportfachfrau EFZ bei der Meier Logistik habe ich den richtigen Weg eingeschlagen. Auf die kommenden Lehrjahre blicke ich mit grosser Vorfreude – besonders auf den Moment, an dem ich selbst hinter dem Steuer sitzen und die nächsten Kilometer meiner Ausbildung zurücklegen darf.

